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Mankohaftung
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Mankohaftung
Ein besonderer Fall der Arbeitnehmerhaftung ist die Haftung für
Kassenfehlbeträge. Hier ist zu unterscheiden, ob es zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine besondere Vereinbarung gibt oder nicht:
- Wenn keine Vereinbarung getroffen wurde, so muss der Arbeitgeber
sowohl beweisen, dass der Arbeitnehmer pflichtwidrig gehandelt hat, als auch, dass dies mit mindestens mittlerer Fahrlässigkeit geschehen ist. Für einfache Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer
grundsätzlich nicht. Daher ist eine Mankohaftung ohne eine entsprechende Vereinbarung in der Praxis oft schwer durchzusetzen. Aber selbst wenn der Arbeitgeber ein Verschulden des
Arbeitnehmers beweisen kann, führt dies in vielen Fällen nur zu einer anteiligen Haftung.
- Üblicherweise werden daher oft sogenannte Mankovereinbarungen
geschlossen. Eine solche Vereinbarung ist nur dann zulässig, wenn der Arbeitnehmer für das Haftungsrisiko einen angemessen wirtschaftlichen Ausgleich (sogenanntes Mankogeld) erhält und er
den alleinigen Zugang zum Kassenbestand hat. Dabei muss das Mankogeld so bemessen sein, dass er eine Kassendifferenz notfalls voll aus diesem Geld abdecken kann. Hier können
Ausgleichszeiträume vereinbart werden
© Pirko Silke Lehmitz Rechtsanwältin
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